Sendung 2/2010: Frieden in der griechischen Antike

Der Peleponesische Krieg - ein antiker Weltkrieg - dauerte fast 30 Jahre. Doch wie wurde er beendet?
Als der athenische Bildhauer Kephisodot im 4. Jahrhundert vor Christus eine Statue der Eirene schafft, trifft er genau den Nerv seiner Zeit. Ganz Griechenland sehnt sich nach Frieden. Das griechische Wort dafür lautet Eirene. Die Statue steht inzwischen nicht mehr auf der athener Agora, wo sie einst stand. Sie ist verloren. Aber eine Kopie befindet sich in München. Sie zeigt uns, dass der Frieden – personifiziert durch eine schöne junge Frau – einen Säugling in den Armen hält. Dieser Säugling ist Ploutos – der Reichtum und Wohlstand. Der Frieden ist also der Beschützer und Bewahrer des Wohlstandes. Diese Symbolik ist heute wie damals für jeden verständlich.
Aristophanes ist ein athenischer Komödiendichter. Als er im Jahre 421 seinen athener Mitbürgern sein neuestes Werk präsentiert, will er sie zum Frieden bewegen. Das Stück heißt Eirene. Der Held, ein Athener namens Trygaios hat sich zur Aufgabe gemacht die Eirene zu befreien, denn sie wird gefangen gehalten, von Polemos – dem personifizierten Krieg. Trygaios steigt dafür mit einem überdimensionalen Mistkäfer auf zum Olymp, dem Göttersitz. So ist sie, die attische Komödie. Er spricht:
Sendung 2/2009: Friedensschlüsse im Mittelalter

Der Merseburger Dom, 2006. Den Quellen zufolge ergab sich Heinrich dem König in Merseburg.
Heinrich II. war König der Ostfranken. Er war der zukünftige Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, und das konnte er sich nicht bieten lassen: Einer der höchsten Adeligen und Verbündeten im Kampf um die Königswürde hatte sich gegen ihn gewandt: Markgraf Heinrich von Schweinfurt. Er verbündete sich mit des Königs ärgstem Feind. Dem Polenherrscher Bodislav. Das war offener Widerstand. Wie konnte es soweit kommen?
Quelle: „Da ließ nun Graf Heinrich durch hervorragende Männer aus dem Herrbann für sich um Belehnung aus dem Herzogtum Bayern nachsuchen, die ihm längst fest zu gesagt sei. Der König soll ihm folgendermaßen geantwortet haben: Wisst ihr nicht, dass es auf diesem Zuge unmöglich war, weil die Bayern schon immer das Recht freier Herzogswahl besitzen? Als Heinrich durch seine Mittelsmänner diesen Bescheid erhielt, verzweifelte er noch mehr daran, die versprochene Würde zu erhalten und zog sich allmählich vom Könige zurück.“

