Q History-Spezial: Captain America – Der Übermensch aus Übersee
Captain America verprügelt auch in der neusten Verfilmung stereotype Nazi-Soldaten, dabei stand der patriotische Comic-Helden schon mal kurz davor gegen George W. Bush anzutreten.
Er ist groß, blond, blauäugig und schreitet wie ein Kriegsgott über die Schlachtfelder des Zweiten Weltkrieges. Die Rede ist von Captain America, der amerikanischen Antwort auf den Übermenschen-Rassenwahn der Nazis. Anfang August kommt der Superheld in die US-Kinos (Captain America: The First Avenger), ein Blick in die Geschichte des Comics lohnt sich schon jetzt.
Sendung 5/2010: Comics – Nachtrag

"Zahra's Paradise" erzählt von den Unruhen im Iran nach den Wahlen 2009.
Comics sind mehr als nur triviale Literatur. Mit Hilfe des Mediums "Comic" lassen sich Geschichten, aber auch Geschichte auf eine ganz eigene Weise erzählen. Das zeigt sich auch an aktuellen Beispielen. Das Online-Comic "Zahra's Paradise" erzählt beispielsweise von den Unruhen nach der Wiederwahl des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad 2009.
Weitere Beispiel sind "Sarajevo Tango" von Hermann Huppen, in dem die "abenteuerliche Geschichte einer Menschenjagd vor dem Hintergrund des Krieges im ehemaligen Jugoslawien" (Klappentext) erzählt wird, oder "Persepolis", in der die junge Iranerin Marjane sich mit der Islamischen Revolution konfrontiert sieht.
Sendung 5/2010: Tim und Struppi – Comics und Geschichte?

Manche Tim & Struppi-Ausgaben rufen bis heute viel Kritik hervor.
Nicht alle Comics stammen aus den USA. Auch Frankreich und Belgien haben eine lange Comic-Tradition. Erfolgreiche Comics erreichen dort hohe Auflagen und sind als eigenständige Kunstform anerkannt. Einer der bedeutendsten Zeichner aus diesem Raum war der Belgier Hergé. Aus seiner Feder stammen die Abenteuer von Tim und Struppi.
Den Anfang machte der Band "Tim im Lande der Sowjets" von 1929; der letzte Band "Tim und die Alphakunst" von 1983 blieb unvollendet.
Held der Serie ist der junge Reporter Tim, der stets von seinem Hund Struppi begleitet wird.
Tim: "Dank Struppi ist mir nichts geschehen."
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Sendung 5/2010: Comics & Nationalsozialismus

Wladek Spiegelman erzählt seinem Sohn Art von seinen Erlebnissen im Konzentrationslager.
Comic und ernste Themen - passt das zusammen? Offensichtlich schon, denn der Nationalsozialismus ist ein beliebtes Thema in den Bildergeschichten. Bereits Anfang der 90er Jahre wurde Art Spiegelman für seinen Comic über den Holocaust mit einem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Von einem ernsten Thema in einem vermeintlichen Kindermedium erzählen uns Christine Krüger und Cornelia Pfeifer.
Mäuse, Schweine und Katzen bevölkern die 294 Seiten des Comics. Aber von Walt Disneys Tiergesichtern im fürsorglichen Kindchenschema sind die Schwarz-Weiß-Zeichnungen von Art Spiegelman weit entfernt. Ebenso das Thema: Anstelle von humorvoller Kinderunterhaltung, packt Spiegelman in „Maus“ das unvorstellbare Grauen der Auschwitzerlebnisse seines Vaters in säuberlich getrennte Kästchen. Wladek Spiegelman erzählt seinem Sohn Art von seinen Erlebnissen im Konzentrationslager.
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Sendung 5/2010: Interview mit Margret Kampmeyer-Käding

"Möglicherweise ist der Comic ein Medium, dass es ermöglicht über Dinge zu sprechen, die in einer konventionellen Sprache nicht sagbar sind."
Unter dem Titel "Helden, Freaks & Superrabbis" zeigt das Jüdische Museum in Berlin eine recht ungewöhnliche Ausstellung. Und zwar über Comics. Aber nicht nur einfach über Comics, sondern die Ausstellung verbindet die Geschichte des Comics mit der jüdischen. Frau Margret Kampmeyer-Käding ist Kuratorin des Jüdischen Museums in Berlin und Zuständig für die Comic-Ausstellung "Helden, Freaks und Superrabis". Philipp Spreckels hat sie angerufen und etwas näher zur Ausstellung befragt.
Q History: Sie sind Projektleiterin speziell für die Comic-Ausstellung.
Margret Kampmeyer-Käding: Ja. Also Projektleiterin für die Comic-Ausstellung wie sie hier in Berlin gezeigt wird. Das ist ja eine Übernahme aus Paris und Amsterdam. Und für Berlin wollten wir diese Ausstellung etwas umstellen. Wir haben uns dann allerdings dazu entschieden, stärker einen chronologischen Faden beizubehalten.
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Sendung 5/2010: Helden, Freaks & Superrabis (Reportage)
Helden, Freaks und Superrabis.
So heißt die aktuelle Sonderausstellung im Jüdischen Museum Berlin. Worum es geht, was gezeigt wird und was das ganze mit Comics zu tun hat, Philipp Spreckels war für Q History in Berlin und hat die Antworten.
Angst steht den jüdischen Männern ins Gesicht geschrieben. Die Menge vor ihnen ist aufgebracht, antisemitische Parolen werden laut, die Lage droht zu eskalieren.
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