Sendung 10/2010: Annektion, Integration, Migration – Mexikaner und Amerikaner in Kalifornien

Ein Helikopter der US-Border Patrol überwacht die Grenze zu Mexiko.
Wer die aktuelle Integrationsdebatte verfolgt, kann das Gefühl bekommen, Deutschland hätten die Probleme im Umgang mit Einwanderern gepachtet ...
Weit gefehlt! Gerade das berühmteste Einwanderungsland der Welt – die USA – haben z. B. in Kalifornien massive Probleme mit der Integration der mexikanisch-stämmigen Bevölkerung.
Bei uns im Studio ist nun Frau Prof. Dr. Silke Hensel, die an der Uni Münster besonders im Bereich der außereuropäischen Geschichte tätig ist.
Q History: Frau Hensel, bei Migration denken wir meist an Immigration. Wie sieht das denn in Kalifornien aus, wer ist zuerst dagewesen?
Silke Hensel: Man muss natürlich erst einmal feststellen, dass die Native Americans zuerst dagewesen sind.
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Sendung 7/2010: Interview zum 48. Historikertag

400 Vorträge an drei Tagen, mehr als 3000 Besucher. Das sind die Eckdaten des 48. Historiktertages in Berlin. Alle zwei Jahre findet die größte geisteswissenschaftliche Konferenz Europas hier in Deutschland statt: dieses Jahr zwischen dem 28.09. und dem 01.10. in Berlin. Das Leitmotiv des Historikertages 2010: "Über Grenzen". Wir haben mit dem Geschäftsführer des Historikertages Dr. Ingo Loose gesprochen.
Sendung 7/2010: Wo endet Europa?

Mythengestalt, Kontinent, politische Abgrenzung. Der Begriff Europa ist nicht so eindeutig wie es scheint.
"...auch wagte die fürstliche Jungfrau,
unkund, wen sie bestieg, auf dem Rücken des Stieres zu sitzen.
Da schreitet sachte der Gott vom Land und vom trockenen Ufer
und setzt vorn in die Flut die betrüglichen Schritte der Füße,
geht dann weiter und trägt quer über des mittleren Meeres
Fläche den Raub."
Was hier in blumigen Worten geschildert wird, ist die mythische Sage vom Raub der Jungfrau Europa. Der verliebte Göttervater Zeus verwandelt sich in einen Stier, entführt die phönikische Königstochter und bringt sie nach Kreta. Warum ein ganzer Kontinent nach einem Mädchen aus der griechischen Sage benannt wurde, das haben Arne Schallenmüller und Mariella Steinweg Professor Funke gefragt.
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Sendung 7/2010: “Space Race” und “Final Frontier” – Die Eroberung des Weltraums

Am 21. Juli 1969 um 02:56:20 UTC betrat Neil Amstrong als erster Mensch den Mond
Vom Mond aus gesehen spielen die irdischen Grenzen kaum eine Rolle. Anders ist der Blick aber von hier unten nach oben. Der Weltraum ist nach wie vor eine der letzten unerforschten Grenze der Menschheit. Über den jahrtausende alten Blick zu den Sternen und den modernen Wettlauf zum Mond berichten Christine Krüger und Cornelia Pfeifer.
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Sendung 7/2010: Conrad Schetter im Interview zum Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan

"Die Intervention in Afghanistan war am Anfang zu großen Teilen sehr stark von einem idealistischen Weltbild geprägt."
Bei mir am Telefon ist jetzt Dr. Conrad Schetter, Wissenschaftler vom Zentrum für Entwicklungsforschung der Uni Bonn. Herr Schetter hat sich ausgiebig mit Afghanistan beschäftigt, und ist schon oft als Berater für die Bundesregierung tätig gewesen. So trägt jeder Bundeswehrsoldat in Afghanistan ein kleines Handbuch mit sich, in dem auch Texte von Herrn Schetter stehen.
Q History: Herr Schetter, gerade in letzter Zeit ist ja immer häufiger vom Ausstieg aus Afghanistan die Rede. Was bedeutet es denn für Sie, wenn Sie als Wissenschaftler die Bundesregierung beraten?
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Sendung 7/2010: Afghanistan und seine Grenzen

Afghanische Mudschahidin während der sowjetischen Besatzung.
Heute begann in Kabul die Afghanistan-Konferenz. Über 60 Staaten und Organisationen verhandeln dort über die Zukunft des Landes. Die größten Probleme gibt es im Moment im Grenzgebiet zu Pakistan. Henrik Kipshagen und Philipp Spreckels haben sich mit der Geschichte dieser Region beschäftigt.
Die hören sollen, sie hören nicht mehr,
Vernichtet ist das ganze Heer,
Mit dreizehntausend der Zug begann,
Einer kam heim aus Afghanistan.
Man könnte denken, diese Zeilen beziehen sich auf den aktuellen Krieg in Afghanistan. Doch in Wirklichkeit hat Theodor Fontane sie 1858 niedergeschrieben. Er nahm damit Bezug auf den ersten Krieg zwischen der britischen Kolonialmacht und afghanischen Rebellen.
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