Q History Geschichte bei Radio Q

13Jul/10

Sendung 6/2010: Was sind Erinnerungsorte?

Was sind Erinnerungsorte?

Das Holocaust-Mahnmal in Berlin - ein Erinnerungsort der Deutschen?

Erinnerungsorte - Mehr als moosbewachsene Denkmäler?

Q History: Was sind Erinnerungsorte? Sind das die Denkmäler die einem häufig in der Innenstadt z.B. Begegnen?

Matthias Friedmann: Auch, aber nicht nur. Unter Erinnerungsorten kann man eine ganze Menge verstehen. Auf der einen Seite eben Orte an denen erinnert wird: z.B. ein Mahnmal oder ein Denkmal. An denen man eben auch Gedenkfeiern oder ähnliche Zeremonien abhält. Das können die Schauplätze geschichtlicher Ereignisse selbst sein, wie z.B. Auschwitz. Aber auch Ereignisse können zu Erinnerungsorten werden, so spricht man bei Schlachten ja auch häufig von der „Schlacht bei Waterloo“ oder eben der Schlacht um Verdun. Erinnerungsorte sind grundsätzlich Orte oder aber Dinge und Personen, an denen sich das kollektive Gedächtnis einer Gemeinschaft manifestiert

13Jul/10

Sendung 6/2010: Die Villa Ten Hompel

Villa Ten Hompel

Die Villa Ten Hompel in Münster

In Münster gibt es eine ganze Reihe von Erinnerungsorten. Ein ganz besonderer befindet sich am Kaiser-Wilhelm-Ring: Der Geschichtsort „Villa Ten Hompel“. Die Villa war zwischen 1940-1945 Sitz des regionalen Befehlshabers der Ordnungspolizei und war somit auch involviert in den Massenmord an den Juden, Sinti und Roma. Bei mir im Studio ist jetzt Christoph Spieker, Leiter der Villa Ten Hompel.

Q History: Die Villa Ten Hompel als Ort der Erinnerung bzw. Ort der Geschichte – An was wird konkret erinnert?

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11Jul/10

Sendung 6/2010: Die Varusschlacht als Erinnerungsort

Die Varusschlacht als Erinnerungsort

Nach Napoleon suchten die Deutschen ihre Identität in der germanischen Vergangenheit.

Schon über 2000 Jahre ist es her, dass der Cherusker Arminius das Römische Heer in der Varusschlacht schlug. Trotzdem interessieren sich immer noch sehr viele Deutsche für den Einigungsmythos der Deutschen - und der Ort der Varusschlacht wurde zu einem Erinnerungsort, nach dem wie nach dem Heiligen Gral und Atlantis gesucht wurde. Christine Krüger und Cornelia Pfeifer haben sich für uns an die Spuren der Varusschlacht geheftet.

Imposant thront die Statue des Cheruskerfürsten über den Gipfeln des Teutoburger Waldes. Der Schwertarm ist gen Westen, in Richtung Frankreich, ausgestreckt, unter dem linken Fuß liegt der besiegte römische Adler. Das Hermanns-Denkmal wurde zwischen 1838 und 1875 in der Nähe von Detmold erbaut. Es erinnert an die antike Varusschlacht – und damit an ein Ereignis, das die deutschen Stämme zum ersten Mal geeint haben soll.

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7Jul/10

Sendung 6/2010: Wembley, Bern und La Mannschaft – Erinnerungsorte Im deutschen Fussball

Schon bei der WM 1954 mit dabei: Public-Viewing

Die WM tritt gerade in ihre heiße Phase ein. Und natürlich kommt auch Q History nicht um das Thema Fußball herum. Im diesem Beitrag erklären uns
Henrik Kipshagen und Philipp Spreckels die wichtigsten Ereignisse der deutschen Fußballgeschichte.

Sonntag, der 27. Juni 2010. WM-Achtelfinale, Deutschland gegen England.

Kommentar 2010: „und jetzt wackeln sie kurz... Ball nicht im Tor! Nicht im Tor! Keine Wiederholung von Wembley!“

An diese Szene wird man sich in beiden Ländern vermutlich noch lange erinnern. Doch wie entstehen eigentlich solche Erinnerungsorte bei Sportereignissen, speziell beim Fußball? Einige spektakuläre Pfiffe, Tore oder Fouls sind schon nach wenigen Tagen vergessen, andere bleiben über Generationen im Gedächtnis. Wir stellen euch die prominentesten Ereignisse der deutschen Fußballgeschichte vor, und erklären, warum sie uns noch heute bekannt sind.

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1Jul/10

Sendung 6/2010: Erinnerungsorte

Geschichte ist nicht nur in Form von schriftlichen oder bildlichen Quellen greifbar. Auch Orte erheben den Anspruch, Zeugen der Vergangenheit zu sein. Ob als zufällig erhaltene Gebäude oder als nachträglich errichtete Denkmäler erfüllen diese Erinnerungsorte eine bestimmte Funktion in der Gesellschaft.

Welche Rolle spielen "Orte" für das Erinnern und das kollektive Gedächtnis? Welchen Zweck erfüllen sie innerhalb einer Gesellschaft? Sind sie bloß Mahnmal, eine Warnung, Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen, oder sogar Teil eines politischen Programms?

Die Sendung lief am 06.07.10 um 20 Uhr auf Radio Q.

Moderation: Daniel Meyer
Redaktion: Cornelia Pfeifer, Christine Krüger, Philipp Spreckels, Henrik Kipshagen, Matthias Friedmann